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Unfall auf S6: LKW geriet in Stromleitung

Bfkdo Neunkirchen

Ein spektakulärer Zwischenfall erschütterte am Montag die S6 bei Neunkirchen: Ein Lkw-Sattelzug geriet beim Abladen von Asphalt in eine Hochspannungsleitung – und der Lenker überlebte dieses lebensgefährliche Missgeschick wie durch ein Wunder. Stromschläge von 110.000 Volt, weggeschleuderte Reifen und eine kurzzeitige Sperre der Autobahn machten den Unfall zu einem dramatischen Einsatz für die Feuerwehr.


Der Vorfall ereignete sich in einem Baustellenbereich nahe Gloggnitz. Während der Fahrer die Ladung kippte, kam das Fahrzeug in Kontakt mit einer Leitung der EVN. Verzweifelt versuchte der Mann, durch Gasgeben den Lkw zu befreien, doch die Versuche scheiterten. Unglaublich, aber wahr: Ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, stieg er aus dem Fahrzeug – und blieb unverletzt. Nur, weil sich die Leitung kurzzeitig automatisch abschaltete, entging er dem tödlichen Stromschlag.


Die enorme Spannung hatte allerdings deutliche Folgen: Reifen wurden von der Gewalt des Stroms weggeschleudert, weitere verschmorten. Noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte wurde die Hochspannungsleitung seitens der EVN abgeschaltet, um die Rettung zu ermöglichen. Ein Monteur erdete die Leitung, sodass die Feuerwehr den Lkw schließlich gefahrlos vom Kabel befreien konnte. Für diese Arbeiten musste die S6 für rund 20 Minuten in beide Richtungen komplett gesperrt werden.


Nach zweieinhalb Stunden war der Einsatz beendet, und Stadtfeuerwehr-Kommandant Thomas Rauch sprach von einem wahren Glücksfall: Solche Unfälle mit Hochspannung endeten normalerweise weit weniger glimpflich. Für den Lkw-Fahrer dürfte dieser 8. Juni deshalb wohl als sein zweiter Geburtstag in Erinnerung bleiben.

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