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Russland: Sojus Rakete zur ISS gestartet
Mitten im anhaltenden Krieg gegen die Ukraine meldet sich Russland im All zurück: Nach vier Monaten Zwangspause startete am Sonntag erstmals wieder eine Sojus-Rakete in Richtung Internationaler Raumstation ISS und soll bereits am Dienstag andocken. Für die russische Raumfahrt ist das nicht nur eine technische Mission, sondern auch ein Signal an die Welt, dass Moskau trotz Krise und Sanktionen nicht am Boden bleibt.
Der Start fand auf der Startrampe in Baikonur in Kasachstan statt, die im November schwer beschädigt worden war. Damals war das Dach der einzigen russischen Plattform für bemannte Missionen teilweise eingestürzt – ausgerechnet während des Starts einer Sojus-Rakete mit drei Raumfahrern. Die Crew kam zwar mit dem Schrecken davon, doch die Schäden zwangen zu monatelangen Reparaturen und legten sämtliche Flüge von dieser Rampe lahm.
Nun zeigt ein von Roskosmos veröffentlichtes Video, wie die Sojus-Rakete in den klaren Himmel aufsteigt – an Bord ein Frachtraumschiff voller Treibstoff, Trinkwasser und Sauerstoff. Mit der erfolgreichen Mission sollen die Vorräte der ISS-Crew gesichert werden, nachdem die Zwangspause die Nachschublage angespannt hatte. Besondewrs für die russische Raumfahrt, die in den vergangenen Jahren unter Pannen, Korruptionsaffären und internationaler Isolation gelitten hat, ist der Start ein dringend benötigter Erfolg.
Ob Russland damit an die einstigen Sternstunden der sowjetischen Raumfahrt anknüpfen kann, bleibt abzuwarten.
