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Nach Alpha: Neue Generation "Sigma"

APA / Georg Hochmuth

Eine ganz neue Generation steht vor der Tür – und sie soll die digitalste aller Zeiten werden. Babys, die ab 2026 das Licht der Welt erblicken, könnten als „Generation Sigma“ in die Geschichte eingehen. Experten erwarten, dass diese Kinder von klein auf mit künstlicher Intelligenz und digitalen Technologien aufwachsen werden, wie es bisher keine Generation zuvor erlebt hat.


Von den Babyboomern über Millennials und Gen Z bis hin zu Gen Alpha: Jede Altersgruppe trägt ihr eigenes Label. Gen Alpha umfasst die Jahrgänge 2010 bis 2024, und ursprünglich hieß es, dass die nachfolgende Gen Beta ab 2025 bis 2039 geboren wird. Nun kursiert jedoch der Name „Generation Sigma“, der laut aktuellen Berichten speziell die ab 2026 Geborenen kennzeichnen soll. Charakteristisch für diese Gruppe ist eine noch engere Verflechtung mit digitalen Lebenswelten und der allgegenwärtigen Nutzung von künstlicher Intelligenz.


Der australische Zukunftsforscher Mark McCrindle, der bereits die Bezeichnung Gen Alpha geprägt hat, prognostiziert tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, die diese Generation prägen werden. Themen wie Klimawandel, Urbanisierung und globale Bevölkerungsverschiebungen sollen für die jungen Menschen keine fernen Schlagworte, sondern alltägliche Realität sein – Nachhaltigkeit werde nicht mehr nur ein Ideal, sondern ein Lebensstandard. Bis 2035 könnte Gen Beta bereits 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen und in einer Welt leben, die stark von KI-gestützten Prozessen geprägt ist.


Parallel dazu gibt es jedoch auch kritische Stimmen über die Auswirkungen der Technik auf die kognitiven Fähigkeiten der jungen Generationen. Der Neurowissenschaftler Jared Cooney Horvath warnte, dass insbesondere Gen Z durch die ständige Bildschirmnutzung und den verstärkten Einsatz von Lerntechnologien in Schulen an geistiger Flexibilität einbüßen könnte. Er verweist darauf, dass Menschen evolutionär darauf programmiert sind, durch direkte menschliche Interaktion und tiefes Lernen Wissen aufzubauen – und dass ein Alltag, der zur Hälfte aus Bildschirmzeit besteht, diese Entwicklung ausbremst.


Ob Generation Sigma als offizieller Begriff bleibt oder doch Gen Beta den Vorzug erhält, ist noch offen. Klar ist jedoch: Die Kinder, die ab 2026 geboren werden, wachsen in einer Welt auf, in der digitale Technologien, künstliche Intelligenz und gesellschaftliche Umbrüche nicht nur die Kulisse, sondern den Alltag bestimmen.

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