top of page

Bis zu 4 Millionen: Jetzt klagt Weißmann

APA/Max Slovencik

Der frühere ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zieht jetzt offiziell vor Gericht – und das mit voller Wucht. Vier Millionen Euro Schadensersatz fordert er vom ORF, weil seine Kündigung laut ihm und seinem Anwalt nicht rechtens war. Pikant: Ein interner Compliance-Bericht bestätigt, dass ihm keine sexuelle Belästigung nachgewiesen werden konnte.


Weißmann schildert, dass er von seiner Kündigung erst aus den Medien erfahren habe, während ein offizielles Schreiben noch nicht bei ihm eingelangt war. Gemeinsam mit Anwalt Oliver Scherbaum erklärte er, man werde gegen die „Motivkündigung“ vorgehen. Scherbaum betont, dass der ORF-Bericht eindeutig festhielt, dass es keine sexuelle Belästigung gegeben habe, weshalb die Kündigung unzulässig sei.


Die geforderte Summe setzt sich zusammen aus rund 350.000 Euro für die restliche Vertragslaufzeit bis Ende 2026, zusätzlich 2,3 Millionen Euro für die entgangene zweite Amtszeit, 250.000 Euro an nicht geleisteten Pensionszahlungen und einer Million Euro Schadenersatz. Weißmann sieht sich in seiner Reputation massiv beschädigt und spricht von enormem Druck, der ihn letztlich zu seinem Rücktritt gezwungen habe. Sein Anwalt wirft dem ORF vor, durch die voreilige Kommunikation einen „Flächenbrand“ entfacht zu haben. Auch Arbeitsrechtsexperten bescheinigen Weißmann gute Erfolgschancen vor Gericht.

Mehr News?
Hörst du immer zur vollen Stunde auf AustroFM!

bottom of page