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Österreich lehnt Trumps "Friedensrat" ab

DPA / Manuel Balce Ceneta

US-Präsident Donald Trump hat den von ihm ins Leben gerufenen „Friedensrat“ nun erstmals zu einer offiziellen Sitzung nach Washington geladen, die am Donnerstag stattfinden soll. Das Gremium, das Trump vor vier Wochen beim Weltwirtschaftsforum in Davos präsentiert hatte, versteht sich als exklusiver Klub. Laut der eigens formulierten Charta ist Donald J. Trump selbst der Vorsitzende, die Mitgliedschaft erfolgt nur auf seine Einladung hin.


Von den EU-Staaten nehmen lediglich Ungarn und Bulgarien an der Eröffnungssitzung teil, während Österreich die Teilnahme ausdrücklich ablehnt. Die Bundesregierung in Wien will damit vermeiden, die Vereinten Nationen zu untergraben, da viele Beobachter den Friedensrat als möglichen Konkurrenten zur UNO betrachten. Weitere Details zur Zusammensetzung des Rates und seiner Arbeitsweise sind bislang kaum bekannt, allerdings kursiert die Information, dass Mitgliedsstaaten eine Milliarde Dollar als Beitrag aufbringen sollen.


Die erste Sitzung in Washington wird daher mit Spannung erwartet, da sie zeigen könnte, ob der neue Friedensrat tatsächlich politisches Gewicht entfalten wird oder nur als Prestigeprojekt des US-Präsidenten dient.

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