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Ölkrise: Plötzlich befeuert Trump die Energiewende
Donald Trump liebt fossile Energien und lehnt erneuerbare Quellen ab – und doch sorgt ausgerechnet er aktuell für einen enormen Schub in der weltweiten Energiewende. Steigende Ölpreise, ausgelöst durch seine Politik und den Angriff auf den Iran, treiben Staaten plötzlich in die Arme von Solar- und Windkraft. Ein paradoxes Szenario, das niemand erwartet hätte.
Die jüngsten Entwicklungen auf den Energiemärkten haben es in sich: Analysten warnen, dass der Ölpreis bald die Marke von 200 Dollar pro Barrel überschreiten könnte. Gleichzeitig sehen immer mehr Länder die Vorteile von unabhängiger Energieversorgung, die nicht von geopolitischen Krisen abhängig ist. Strom aus Wind und Sonne muss nicht über die gefährdete Straße von Hormus transportiert werden, und genau das rückt erneuerbare Energien wieder ins Zentrum der politischen Debatten. Energieexperte Jeff Currie erklärt sogar, dass Sicherheit immer die wichtigste Triebfeder der Energiewende war – nicht der Klimaschutz.
Besonders Großbritannien reagiert schnell und konsequent: Künftig sollen neue Wohngebäude im englischen Teil des Königreichs verpflichtend mit Solaranlagen und Wärmepumpen ausgestattet werden. Zusätzlich will die Regierung Balkonkraftwerke nach deutschem Vorbild etablieren und arbeitet dazu sogar mit Lidl zusammen. Auch Frankreich, Südkorea und die Philippinen planen einen rasanten Ausbau erneuerbarer Energien.
Hintergrund dieser Bewegung ist eine düstere Realität: Tausende Tote im Iran, gefallene US-amerikanische und israelische Soldaten sowie Millionen Menschen, die weltweit mit wirtschaftlichen Folgen kämpfen. Doch trotz des menschlichen Leids ist die Folge klar: Erneuerbare Energien erscheinen attraktiver denn je, und Donald Trump – ungewollt – wird zum Beschleuniger einer globalen Energiewende, die nun auf Turbogeschwindigkeit schaltet.
