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Ö3-Jugendstudie zeigt Handlungsbedarf

Getty Images

Jung, voller Hoffnung, aber im Dauer-Krisenmodus: Die Generation Z in Österreich blickt trotz multipler Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. Die Ö3-Jugendstudie 2026, an der mehr als 13.500 16- bis 25-Jährige teilgenommen haben, zeigt ein starkes Bild – zwischen Zuversicht und dringendem Handlungsbedarf.


Die Mehrheit der GenZ (87 %) ist mit ihrem Leben zufrieden, solange soziale Beziehungen stabil sind und finanzielle Sicherheit gegeben ist. Gleichzeitig verbringen viele täglich fünf oder mehr Stunden vor dem Bildschirm, verlieren sich in endlosen Feeds (73 %) und konsumieren dabei auch belastende Nachrichten. Besonders junge Frauen berichten von negativen Erfahrungen im Netz: Mehr als die Hälfte erhielt ungefragt sexualisierte Inhalte, jede Fünfte war mit Grooming konfrontiert.


In der Schule wünscht sich die Generation mehr Lebensnähe: 96 % wollen verstärkt Alltagswissen, 88 % mehr Allgemeinbildung und 87 % mehr Raum für Diskussionen. Beruflich zählt vor allem Sicherheit (74 %), Sinnhaftigkeit (70 %) und Wertschätzung (78 %), während Work-Life-Balance erstaunlicherweise etwas nachrangig ist (62 %).


Beim Thema Energieversorgung setzt die GenZ klar auf Nachhaltigkeit: Solarenergie (96 %), Wasserkraft (92 %) und Windkraft (91 %) sollen in zehn Jahren dominieren, allerdings rechnen 65 % weiterhin mit fossilen Brennstoffen. Politisch wünscht sich die Mehrheit mehr europäische Zusammenarbeit (89 %), lehnt aber eine gemeinsame EU-Armee (62 %) und eine Verlängerung des Wehrdienstes (66 %) ab.


Trotz globaler Krisen behalten die jungen Menschen ihren Optimismus: Während 79 % die weltweiten Entwicklungen pessimistisch sehen, glauben 86 % an ein gutes eigenes Leben in zehn Jahren und zwei Drittel fühlen sich handlungsfähig. Die Botschaft der Ö3-Jugendstudie ist klar: GenZ will mitreden, gestalten und Lösungen finden – doch sie erwartet, dass die Gesellschaft sie endlich ernst nimmt.

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